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Assessment-Center

Deutsche Unternehmen suchen Persönlichkeiten

Assessmentcenter: Nur nicht beunruhigen lassen! /Foto:Microsoft Clipart

Assessment-Center als Bestandteil eines Bewerbungsverfahrens gelten als hart, aber fair. Es sind Auswahlverfahren, bei denen es um die Persönlichkeit des Bewerbers geht. Der Bewerber muss unter Zeitdruck verschiedene Aufgaben bewältigen. Wir zeigen dir, worum es bei Assessment-Center geht und wie du dich darauf vorbereiten kannst.

 

In Assessment-Center steckt das englische Wort assessment für Einschätzung, Beurteilung. Bei der Bewerbung um Ausbildungsoder Arbeitsplätze muss heute immer häufiger mit dieser Art von Beurteilungsverfahren gerechnet werden, insbesondere bei großen Firmen. Ein AC, wie es die Personalberater nennen, betrachtet den Bewerber im Hinblick auf seine Eignung für eine bestimmte Position. Es soll einen umfassenderen Einblick in die Persönlichkeit eines Bewerbers gewähren, als dies bei herkömmlichen Bewerbungsgesprächen möglich ist. Verbreitet ist diese Methode vor allem in Deutschland, im europäischen Ausland sowie in Teilen Asiens. In den USA verwenden Unternehmen selten AC, aus Furcht vor Klagen seitens der Bewerber.

 

Ursprünglich dienten ACs der Auswahl von Offizieren

Assessment-Center entstanden nach dem Ersten Weltkrieg. Sie dienten der Reichwehr bei der Auswahl von Offizieren, um deren soziale Herkunft als Auswahlkriterium auszublenden und damit Chancengleichheit zu schaffen. Seit den 1950er Jahren gewinnen wissenschaftliche Aspekte an Bedeutung, was den Einsatz dieses Verfahrens in Unternehmen ermöglichte. Die Teilnehmer eines AC sehen sich mit Aufgaben und Problemen konfrontiert, die sie in einer vorgegebenen Zeit lösen müssen.

 

Wichtig: Kommunikationsfähigkeit und Führungsqualitäten

Unter diesen Bedingungen lassen sich Leistungsentwicklung und Stressbelastbarkeit testen, wobei der Unterscheidung zwischen bereits ausgebildeten Fähigkeiten und Potenzial eine wesentliche Bedeutung zukommt. Besonderer Wert wird auf Kommunikationsfähigkeit und Führungsqualitäten gelegt. Manchmal beinhaltet das Assessment-Center auch ein Essen, bei dem allgemeine Tischmanieren sowie die Fähigkeit, eine freundliche und angenehme Atmosphäre zu schaffen, überprüft werden. Postkorbübungen, Rollenspiele, Präsentationen und strukturierte Interviews sind weitere häufig angewandte Elemente. In der Regel werden die Bestandteile unter Zeitdruck durchgeführt und so konzipiert, dass alle Aufgaben kaum schaffbar sind.

 

Kritiker beanstanden die Tauglichkeit der Messungen

Die Objektivität sei nur scheinbar gegeben und häufig würden wirklichkeitsfremde Situationen geschaffen. Doch Kritik hin oder her, manchmal lässt sich ein AC nicht vermeiden, wenn man an eine bestimmte Stelle gelangen will. Und dabei sind ganz klar diejenigen im Vorteil, die sich mit den Grundmustern solcher Einstellungstests gut auskennen. Das Internet bietet zahlreiche Tipps zu den wichtigsten Testverfahren und auch praktische Übungen, sodass man einen Test einfach mal zuhause durchspielen kann.


Tipps zur Vorbereitung auf ein Assessment-Center findest du hier:
http://www.schuelerbarometer.de/
www.absolventa.de/karriereguide/assessment-center

Eine beliebte Übung ist die sogenannte Postkorbübung. Hier findet der Teilnehmer in seinem virtuellen Posteingang bergeweise Nachrichten, Mahnungen, Werbung, private Mitteilungen und wichtige Termine, die abgearbeitet und priorisiert werden müssen. So werden Belastbarkeit, das Analyse- und Urteilsvermögen und auch die Entscheidungsfreudigkeit getestet.

 

Beispiele für Vorgänge in der Postkorbübung:

  • Ihre private Bank teilt Ihnen mit, dass das Kreditlimit ausgeschöpft ist und damit Lieferantenrechnungen nicht bezahlt werden können
  • Sie sollen einen Vortrag an der städtischen Hochschule halten
  • Ihr persönlicher Assistent schreibt Ihnen, dass es zwischen zwei Abteilungsleitern Ihres Bereiches zu einem heftigen Streit vor den anderen Mitarbeitern kam
  • Ein wichtiger Kunde bittet Sie dringend um einen Gesprächstermin
  • Der Betriebsratsvorsitzende feiert nächste Woche 25-jähriges Firmenjubiläum


Der Schlüssel liegt dabei in einem geplanten Vorgehen. Auch hier gilt es, Ruhe zu bewahren und die Informationen sorgfältig durchzulesen. Welche Aufgabe hat welche Priorität, was kannst du delegieren, was erledigst du selbst?


Beispiel für einen beliebten Zahlentest:

Es geht darum, eine Folge von Zahlen sinnvoll zu ergänzen. Dafür musst du erkennen, nach welcher Regel die Reihe aufgebaut ist.

Beispiel: 5 7 10 14 19 ? ?

Tipp: Achte auf die Abstände zwischen den einzelnen Zahlen! Sind diese immer gleich groß, handelt es sich meistens um Additionen und Subtraktionen. Verlaufen diese ansteigend oder fallend, liegt wahrscheinlich eine Multiplikation oder Division vor.

Lösung: Die Regel, nach der die Zahlenreihe aufgebaut, ist lautet: +2, +3, +4, +5. Also müssen nun +6 und +7 addiert werden. Die richtige Lösung lautet: 25, 32.


Grundsätzlich gilt:
Lass dich nicht verrückt machen. Solche Tests sind nicht dazu da, zu 100 % erfolgreich durchgeführt zu werden, sondern sollen vor allem zeigen, wie du mit einer Stress-Situation umgehst. Durch praktische Übungen zuhause kannst du dich ganz gut vorbereiten und an die Art der Aufgabenstellung gewöhnen. Gute Vorbereitung bedeutet weniger Angst, weniger Angst bedeutet weniger Stress. Wir drücken dir die Daumen!

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