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Bewerbung mit Video

Filmen statt schreiben

Bewerbung per Video

The times they are a-changin’, näselte Bob Dylan schon anno dazumal. Dass die Dinge im ständigen Fluss sind, ist auch genau richtig so, wirst du vermutlich sagen. Deine Bewerbungen zum Beispiel willst du nicht auf der Schreibmaschine herunterhacken, wie es Dylans Zeitgenossen noch taten. Am liebsten würdest du vielleicht kaum noch schreiben? Dann haben wir eine gute Nachricht für dich: Immer mehr Unternehmen akzeptieren auch Videos als wichtigstes Bewerbungstool. Allerdings ist einiges dabei zu beachten.


Warum Betriebe sich offen zeigen für Bewerbungen in Videoform, ist nicht schwer zu verstehen. Einerseits kann ein Unternehmen sich als trendy und dialogbereit darstellen, als attraktiver Arbeitgeber oder Aus­bildungsbetrieb für junge Leute, die heute immer auch digital natives sind. Ohne Internet, Youtube & Co. geht nun wirklich nichts mehr. Andererseits kann ein Video einem Unternehmen möglicherweise viel besser als z. B. ein klassisches Anschreiben veranschaulichen, wer ein Bewerber ist. Genau hier liegt deine Chance! 

 

Viel authentischer

Mit einem Video hast du nämlich die Möglichkeit, als besonders zu erscheinen, als unverwechselbare Persönlichkeit. Das ist bei einem herkömmlichen Anschreiben bei weitem nicht immer der Fall, vor allem dann nicht, wenn es vor Floskeln nur so strotzt oder es einfach nur aus dem Internet kopiert wird. Das bemängeln die Personalverantwortlichen oft: eine Bewerbung, die nur aus Papier besteht, biete keine Unterscheidungsmerkmale mehr, sie vermittelt keinen Eindruck, was für ein Mensch sich hinter einer Bewerbung wirklich verbirgt. Mit anderen Worten: Mit einem Minimum an Geschick macht dich ein Bewerbungsvideo viel authentischer.

Ein Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, kann aufgrund deines Videos viel besser erkennen, wie motiviert und wie freundlich du bist. Das sind zwei der wichtigsten sogenannten soft skills, die im Bewerbungsprozess eine immer wichtigere Rolle spielen. Manche Personaler sagen sogar: Wenn sich jemand um einen Ausbildungsplatz bemüht und diese beiden Eigenschaften mitbringt, ist das die halbe Miete. Alles andere kann man dann im Betrieb lernen. 

 

Viel natürlicher

Für eine bestimmte Gruppe von jungen Leuten ist es einfach viel natürlicher, sich mit einem Video zu bewerben. Wenn du beim Wort „Motivationsschreiben“ schon Kopfschmerzen bekommst, tust du dich leichter, wenn du dir dein Smartphone schnappst und deine Botschaft über Ton und Bild verbreitest. Fast 100 Prozent der Jugendlichen besitzen ein Smartphone, und viele nutzen gerade auch die Videofunktion in der täglichen Kommunikation. Das Hochladen von Video-Stories auf Instagram ist fast schon tägliche Routine. Etwas geschwollen ausgedrückt: die Medienkompetenz ist vorhanden, sehr wahrscheinlich auch bei dir. Du weißt, wie man ein Video aufnimmt – oder kennst garantiert Leute, die dich dabei unterstützen können. 

 

Viel ausdrucksstärker

Ein Video kann, wenn es gut gemacht ist, viel ausdrucksstärker sein als eine rein schriftliche Bewerbung. Je nachdem, für welchen Zweck genau man das Video produziert – für eine neue Stellung, eine Ausbildung oder für ein Traineeprogramm – variiert die Länge des Films. Als Faustregel gilt: auf keinen Fall länger als drei Minuten, im Normalfall sehr viel kürzer. Wenn du dich auf das Wichtigste beschränken willst, reichen circa 20 bis 40 Sekunden. Du stellst dich kurz vor, sagst, auf welche Stelle (Ausbildungsplatz, Praktikum) du dich bewirbst und legst vor allem dar, warum du die richtige Person für die Tätigkeit bist.

Du kannst, wie sonst in einem Anschreiben, auch auf deine Hobbys eingehen. Solltest du schon irgendwo praktische Erfahrungen gesammelt oder Verantwortung übernommen haben: umso besser! Das darfst du in deinem Video gerne erwähnen. 

Ein wichtiger Punkt wird gerne übersehen: Du solltest möglichst eine Relation herstellen zwischen deinen Stärken und den Anforderungen des Jobs. Wenn z. B. Sorgfalt eine wichtige Sache ist, dann gibst du in deinem Video ein kurzes Beispiel dafür, wo du dich schon gewissenhaft eingebracht hast.

 

Wie drehst du dein Video?

Rein technisch ist einiges zu bedenken, aber wenn du schon öfter die Videofunktion deines Smartphones ausprobiert hast, dürfte die Herausforderung für dich nicht allzu groß sein. Denk vor allem an Folgendes:

 

  • Setz dich vor einen hellen Hintergrund
  • Filme nie gegen das Licht
  • Achte unbedingt auf deutliche Aussprache
  • Wähle einen passenden Bildausschnitt (nicht zu nah, nicht zu weit weg)

 

Mach ein paar Takes und entscheide dich für die beste Version. Dein Video braucht nicht perfekt zu sein; ein Versprecher ist kein Beinbruch. Wichtiger ist, dass die Balance stimmt, dass du seriös, aber trotzdem authentisch herüberkommst.

 

Welchen Firmen schickst du dein Video?

Ein Bewerbungsvideo macht sich überall dort gut, wo deine kommunikativen Fähigkeiten besonders gefragt sind, z.B. in der Gastronomie, im Veranstaltungswesen, im Vertrieb / Verkauf bzw. überall dort, wo du Kundenkontakt hast. Arbeitgebern, die in diesen Bereichen tätig sind, kannst du dein Video schicken. Manche namhaften Unternehmen wie z. B. Adidas erwarten ausdrücklich kreative Bewerbungen. Da drängt sich ein Video fast schon auf.

 

Wichtig! Ein Video allein reicht nicht aus! Das Anschreiben (z. B. eine E-Mail) kann sehr viel kürzer als gewöhnlich ausfallen und lediglich ein Hinweis auf das Video enthalten. Deine Kontaktdaten müssen aber vollständig sein. Und vor allem: deinen Lebenslauf und deine Zeugnisse hängst du auf jeden Fall an! So geht alles per Mail an deinen vielleicht zukünftigen Arbeitgeber. Früher hat man Videos auch auf CDs gebrannt und anschließend alle Unterlagen per Schneckenpost versandt, aber das ist inzwischen ziemlich unüblich. The times they are a-changin’.

 

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