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Höhere Bußgelder – Kampf den "Kampf-Radlern"

Die Radfahrer bekommen mal wieder ihr Fett weg. Auf dem Verkehrsgerichtstag 2013 in Goslar wurden sie unlängst als »Kampf-Radler« beschimpft, als Rüpel und gewissenlose Rowdys. Kay Nehm will einen Schlussstrich ziehen unter die »öffentliche behördliche Duldung lebensgefährlicher Verhaltensweisen« vieler Radler, die schlichtweg ein »Skandal« sei. Denn kaum ein Radfahrer fahre mit vorgeschriebener Beleuchtung, kaum ein Radler kümmere sich um Fahrtrichtung oder um Ampeln.

 

Der Mann ist heute der Präsident des Verkehrsgerichtstages und jagte früher, in seiner Eigenschaft als Generalbundesanwalt, Terroristen. Offenbar hat er sich aus dieser Zeit noch einen guten Teil seiner Strenge und Unerbittlichkeit bewahrt. Angesichts seiner Wortwahl fragt man sich allerdings, ob es eine Nummer kleiner nicht auch getan hätte. Und sind seine Verallgemeinerungen so wirklich nötig? Unbestritten ist, dass längst nicht alle Radfahrer kreuzbrave Verkehrsteilnehmer sind und deshalb gelegentlich an die Spielregeln erinnert werden müssen. Das kann nun richtig wehtun. Für das falsche Einbiegen in eine Einbahnstraße ist ab dem 1. April ein Bußgeld von bis zu 35 Euro fällig. Wer auf dem Radweg in falscher Richtung unterwegs ist (»Geisterradler«), riskiert 20 Euro.

Bei all der öffentlichen Schelte, die sich die Radfahrer anhören müssen – teilweise zu Recht – vermisst man jedoch eine Einschätzung der Ursachen und Motive. Fehlerhaftes Verhalten soll nicht entschuldigt werden, aber wie oft müssen sich Menschen auf ihren Drahteseln einen ganz eigenen Weg durch das Dickicht der Städte suchen, weil es immer noch zu wenige (und zu schlechte) Fahrradwege gibt? Wie oft kommt es vor, dass ein Radfahrer auf die Straße ausweicht, weil der Radweg mal wieder zugeparkt ist? Radfahrer haben, so sieht es auch der Verkehrsclub Deutschland, auf den maßgeblich auf Autos ausgerichteten Verkehrswegen häufig einfach das Nachsehen.

Ob höhere Bußgelder die Probleme lösen, ist fraglich. Dass man aber demnächst richtig zur Kasse gebeten werden kann, sollte man wissen. Größere Rücksichtnahme im Verkehr mindert die Gefahren, schont die Nerven – und nebenbei gehörig auch den Geldbeutel.


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