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NRW: Übergang Schule-Beruf

Kein Abschluss ohne Anschluss

Ein wichtiges Ereignis, aber auch eine hohe Schwelle – so erleben viele Menschen ihren Eintritt in das Berufsleben. Jugendliche sorgen sich oft, wie es wohl weitergeht, sobald sie in der Schule ihr letztes Zeugnis erhalten haben. Nun hat Nordrhein-Westfalen als erstes Flächenland ein umfassendes Konzept vorgelegt, das den Schülern den nicht immer leichten Übergang in eine Berufsausbildung erleichtern soll. Das Motto lautet: »Kein Abschluss ohne Anschluss!«

 

Die Zahlen in manchen Städten waren alarmierend: teilweise weniger als 20 Prozent der Abgänger von Haupt-, Förder- und auch Gesamtschulen schafften auf Anhieb den Weg in die betriebliche Ausbildung. Viele Schüler fanden sich in »berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen« wieder, absolvierten ein Werkstattjahr oder wurden gleich arbeitslos. Das sorgte für Frustration und mitunter für das Gefühl, in Warteschleifen geparkt zu werden. Daneben hatten etliche junge Leute derart falsche Vorstellungen von ihren Ausbildungsberufen, dass sie ihre Lehre abbrachen. Auch sie hatten den Eindruck, wertvolle Zeit verloren zu haben.

Berufsorientierung ab der achten Klasse
Mit dem neuen System soll alles besser werden. Alle Schüler in NRW erhalten spätestens ab der achten Klasse eine systematische Berufsorientierung. In einem ersten Schritt werden in einer Potenzialanalyse die fachlichen, sozialen und vielleicht auch geschlechtsuntypischen Fähigkeiten der Schüler ermittelt. Die Analyse wird von außerschulischen Trägern durchgeführt und bezieht die Eltern mit ein. Ausgehend von den Ergebnissen beginnt für die Jugendlichen dann die Berufsfelderkundung. Jeder Schüler besucht für jeweils einen Tag mindestens drei Unternehmen, um verschiedene Aus­bildungsberufe in der Praxis kennenzulernen. Daran schließt sich ein zwei- bis dreiwöchiges Betriebspraktikum an, das die Schüler in die Lage versetzt, ihre Eignung für bestimmte Tätigkeiten realistischer einzuschätzen.

Ziel der Berufsorientierung, die von Lehrern und der Arbeitsagentur begleitet wird, ist eine individuelle Anschlussvereinbarung mit passendem Ausbildungsangebot. Auch Schülern der gymnasialen Oberstufe werden neben dem Studium die betriebliche Ausbildung und die Vorzüge eines dualen Studiums schmackhaft gemacht. Am Ende des Prozesses sollen die Jugendlichen möglichst erschöpfend Bescheid wissen: über ihre Begabungen, ihre Chancen und ihre Karrieremöglichkeiten.

Was kann ich konkret tun?
Wenn du den Übergang von der Schule in das Berufsleben aktiv angehen willst, hast du viele Möglichkeiten dazu. Abhängig davon, wie weit an deinem Wohnort das Landesvorhaben »Kein Abschluss ohne Anschluss« bereits umgesetzt ist, wirst du ab der achten Klasse von den verschiedenen Maßnahmen profitieren. Geh aber auch selbst z. B. auf deine Berufsorientierungslehrer zu und erkundige dich, wie man dich an deiner Schule unterstützt.

Schrittweise soll das Konzept bis 2018 in allen Städten und Kreisen in NRW verwirklicht werden. In vielen Landesteilen haben kommunale »Koordinierungsstellen« ihre Arbeit schon aufgenommen, so auch in den Städten Münster und Bielefeld sowie in den Kreisen Borken, Warendorf, Gütersloh, Paderborn, Lippe und Höxter. Die Kontaktdaten (Adressen, Telefonnummern etc.) zu diesen Koordinierungsstellen findest du auf der vor Kurzem eingerichteten Website www.keinabschlussohneanschluss.nrw.de. Zu allen Fragen der Berufsorientierung oder Ausbildungspraxis geben hier Experten Auskunft. Oft kommen sie aber auch selbst in die Schulen.

Die genannte Internetseite ist auch sonst nützlich für dich. Zum Beispiel wird beschrieben, wie die Ausbildung im sogenannten »dualen System« funktioniert, welche Rechte und Pflichten du als Auszubildende(r) hast, welche Ausbildungsberufe überhaupt existieren und was zu tun ist, wenn doch das eintritt, was alle zu vermeiden versuchen: der Abbruch einer Lehre. Du findest auf der Seite auch viele weiterführende Links.

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