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Studie - Was ist das Schlimmste an der Schule

Notendruck, strenge Lehrer, Mobbing...

ausbildungsplatz aktuell

Hat dich schon mal jemand gefragt, was das Schlimmste an der Schule ist? Es gibt zwar zahlreiche Studien über die Leistung von Schülerinnen und Schülern, aber was denken eigentlich die Betroffenen selbst über die Schule? Das haben Forscher in einer Studie versucht herauszufinden, in dem sie 3.000 Berliner Schüler befragt haben. Die Ergebnisse werfen kein gutes Licht auf die deutsche Schule.


In der groß angelegten Studie »Aida« haben die Forscher über 3.000 Berliner Jugendliche der Klassen 7, 8 und 9 zu ganz unterschiedlichen Themen rund um die Schule befragt. Eine Frage dabei lautete: Was ist das Schlimmste an der Schule? Ergebnis: Die Schüler beklagen sich fast einstimmig über nervige Lehrer, Notendruck, frühes Aufstehen und den Raub kostbarer Lebens- und Freizeit.


Viele Eltern strafen bei schlechten Noten

Aussagen wie die von Sandra sind die Ausnahme: »Im Großen und Ganzen ist die Schule wunderschön! Es macht Spaß, so viel Wissen einsaugen zu können! Die Lehrer sind toll.« Die Mehrheit der Schüler hat Angst zu versagen, schlechte Noten zu bekommen, sitzen zu bleiben und den Schulabschluss nicht zu schaffen. Das liegt durchaus nicht daran, dass die Schüler zur oftmals beschworenen »Null-Bock-Generation« gehören, vielmehr hat die schulische Leistung laut den Daten sogar einen hohen Wert für sie. Auch haben die befragten Jugendlichen einen guten sozialen Rückhalt im Elternhaus und Freundeskreis. Aber sie leiden offenbar unter großem Druck und Versagensängsten. Julian sagt zum Beispiel: »Das Schlimmste an der Schule ist der Leistungsdruck, den mir meine Mutter immer auferlegt.« Mehr als jeder Dritte traut sich nicht, mit schlechten Noten nach Hause zu kommen, viele Eltern drohen mit Taschengeldentzug, Ausgangsverbot oder sogar Schlägen. Fast jeder Fünfte hat Angst davor, am nächsten Tag in die Schule zu gehen, und jeder Dritte macht sich abends im Bett oder auf dem Schulweg Sorgen wegen schlechter Noten.

Die Lehrer können den Schülern diese Ängste nicht nehmen, im Gegenteil: Sie gehören aus Schülersicht ganz klar zum Schlimmsten an der Schule. Die Jugendlichen erleben Lehrer vielfach als autoritär und herablassend, sie beklagen Tadel, Spott und Demütigungen. Je höher die Klassenstufe, desto schlechter werden Lehrer von den Schülern bewertet: In der 9. Klasse fühlen sich nur noch rund fünf Prozent aller Schüler von allen Lehrern gerecht behandelt. Ein Grund für das schlechte Verhältnis ist die Notenvergabe: Viele Schüler fühlen sich dadurch extrem abhängig von den Lehrern und empfinden die Notenvergabe als willkürlich und launisch: »Manchmal kommt es mir auch so vor, als wenn die Lehrer die Zensuren würfeln «, sagt etwa Julian. Die Mehrzahl der Jugendlichen ist zudem der Meinung, dass den wenigsten Lehrern wirklich daran liegt, dass sie etwas lernen.


Notenzwang setzt unter Druck

Schüler in Deutschland haben allen Grund, sich vor Noten zu fürchten, denn laut Pisa Studie bleibt fast ein Viertel mindestens einmal »hängen«. Wissenschaftliche Studien belegen allerdings schon lange, dass Noten nur wenig über die Leistung eines Kindes aussagen, und in manchen Ländern wird Leistung auch anders bewertet als mit Noten. In Deutschland besteht nach wie vor ein Zwang zur Zensurenvergabe. Damit ist es umso wichtiger, dass Schüler ihre Lehrer als Motivatoren und Helfer erleben und nicht als übermächtige Gegner.

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