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Young Banking

»Licht aus! Whoom! Spot an! Jaaa …!« Mit diesen geflügelten Worten eröffnete Vorstandsvorsitzender Rainer Hald kurz vor den Sommerferien die neueste Geschäftsstelle der Göttinger Sparkasse. Kaum jemand unter den jungen Gästen dürfte erkannt haben, von wem das Zitat entliehen war: von Ilja Richter, dem Fernsehmoderator aus den siebziger Jahren, der so seine Kult-Musiksendung Disco einzuleiten pflegte. Aber egal! Die versammelten Auszubildenden interessierten sich weitaus mehr dafür, dass an jenem Dienstag im Juni ihre Idee einer Bank an den Start gegangen war. Eine bundesweit einmalige Filiale namens s-Spot.


Ungewöhnlich ist die neue Geschäftsstelle in fast jeder Hinsicht. Das Haus am Göttinger Leinebogen hat den Status
eines »Zukunftslabors« und befindet sich komplett in der Regie von Auszubildenden. Und nicht nur das: das Konzept der Filiale, von der Einrichtung bis hin zu den Umgangsformen, stammt ebenfalls vom Nachwuchs selbst.


Farbenfrohe Möbel und Medienwand
Alle Details sind dabei der Kundenzielgruppe von jungen Leuten zwischen 12 und 25 Jahren angepasst. Tresen, Schalter oder Eichenholzfurnier sucht man vergeblich. Stattdessen begrüßen farbenfrohe Möbel, riesige Lampen und eine große Medienwand den Studierenden oder Schüler von nebenan. Beratungsgespräche finden nicht in abgeschlossenen Zimmern, sondern an Stehtischen oder in »Kokon« genannten Nischen statt, vor einer Flasche Cola oder einer Tasse Kaffee. Überall im Einsatz: neue Technik wie Tablets oder Multimedia-Notebooks.

Auch sonst geht es leger zu. Anzug oder Kostüm sind als Arbeitskleidung nicht vorgeschrieben; eher möchte man den gleichaltrigen Geschäftspartnern auf derselben Ebene begegnen. Dazu passt, dass die Auszubildenden und die Kunden sich duzen. Geöffnet wird nicht vor 12 Uhr mittags – denn welcher Jugendliche denkt schon vormittags an Geldgeschäfte oder Bausparverträge? Die jungen Banker laden aber auch am Samstag in ihre Filiale ein, z.B. um gemeinsam Bundesliga-Spiele anzuschauen oder Cocktailpartys zu feiern. Besondere Wege beim Marketing, mit frischen Kampagnen und einem auf das Publikum zugeschnittenen Webauftritt, überraschen da kaum noch.

Mit dem innovativen s-Spot möchte die Sparkasse Göttingen nicht zuletzt die Ausbildungsqualität in ihrem Haus verbessern. Die 70 Auszubildenden der Bank arbeiten in Teams in der Geschäftsstelle und werden alle sechs bis acht Wochen ausgewechselt. Noch lässt sich nicht absehen, ob die unkonventionelle Filiale einen Bewerbungssturm auslösen wird (jetzt bereits können für den Ausbildungsstart 2014 Unterlagen eingereicht werden). Ein Erfolg ist der s-Spot aber schon jetzt in geschäftlicher Hinsicht, wie Pressesprecher Frank Sickora bestätigt: »Wir haben viele junge Kunden gewonnen, bedeutend mehr als in anderen Filialen zur selben Zeit.« Das Experiment scheint Anklang zu finden.

Premiumpartner

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