Aktuell

24.02.10

Multimediale Realität

Ausbildung und Studenten

Lange galten die Deutschen als ziemliche Technik-Muffel. Das Klischee besagt, sie säßen nur vorm Fernseher oder polierten ausführlich den Lack ihres

Autos, während Amerikaner und Briten chatten und sich bei Computerspielen amüsieren.

Das ist immer noch nicht ganz falsch, aber die Bundesbürger interessieren sich immer mehr für

die interaktiven Angebote der multimedialen Welt.

Trends

Die Wirtschaftsprüferfirma Deloitte befragte für ihre aktuelle Studie "The State of the Media Democracy" insgesamt 9.000 Verbraucher weltweit zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt, darunter fast 2.000 Deutsche. Die Bundsbürger sind in Sachen neuer Multimedia-Angebote nach wie vor keine Trendsetter, aber Smartphones, mobiles Internet, Videospiele oder Video on Demand gewinnen mehr und mehr an Beliebtheit. Die Experten kommen zum Schluss: „Das wichtigste Ergebnis aus unserer Sicht: Hybrid-TV, Electronic Gaming, mobile Applikationen sowie Social Media sind hierzulande die wichtigsten Trends".

Internet und Co
Das WorldWideWeb ist auch unseren Landsleuten unentbehrlich geworden, nicht zuletzt als Plattform für Social Media. Informationen werden im Internet intensiv gesucht und gefunden, zudem betrachtet mehr als die Hälfte der deutschen Nutzer die Online-Kontaktpflege als erheblichen Mehrwert. Besonders rasant angestiegen ist das Interesse an nutzergenerierten Inhalten wie Blog(-Kommentaren), Foren, Videoportalen etc. 83 Prozent der deutschen Befragten nutzen speziell dieses Angebot online – mehr als in den USA oder Großbritannien.
Dagegen stagniert das Interesse an der individuellen Gestaltung von multimedialen Inhalten und liegt jetzt bei 50 Prozent.

Fernsehen, Web und Smartphone
Nach wie vor sitzen die Deutschen gebannt vor der Glotze. In anderen Ländern schreiben Leute beim Fernsehen E-mails oder hören parallel Musik, während 40 Prozent der Bundesbürger ausschließlich auf den Bildschirm starren. Das tun sie allerdings mit rund 15 Stunden pro Woche deutlich kürzer als Amerikaner oder Briten.
Immer mehr Konsumenten hierzulande hätte gerne eine bessere Integration von Fernsehen und Internet, ein "Hybrid-TV-Gerät“ – das gilt besonders für die junge Zielgruppe der 14- bis 26-Jährigen, die in der Studie als „Millenials“ bezeichnet werden.
Bei den Smartphones liegen unsere Landleute, von denen nur 12 Prozent ein derartiges Telefon mit Zusatzfunktionen besitzen, noch weit hinter den Amerikanern (25 Prozent). Das liegt aber auch an den hohen Kosten für den mobilen Internetzugang, ein Drittel der Deutschen verzichtet deshalb bislang auf diesen Luxus.




Zurück zu: Startseite - Aktuell
nach oben
 
Anzeige