Infos rund um die Berufswahl

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Karrieresprungbrett Handwerk

Auf der Suche nach dem Traumberuf? Wer einen kreativen Beruf will, der sich vom ersten Tag an auszahlt, sollte sich im Handwerk umsehen. Über 127 Ausbildungsberufe stehen zur Wahl, von A wie Augenoptiker bis Z wie Zweiradmechaniker. Das Spektrum umfasst Hightech-Berufe ebenso wie Tätigkeiten, die kaufmännisches oder künstlerisches Können erfordern.

Sein Handwerk erlernt man in Betrieb und Berufsschule – das ist das so genannte Duale System: Die praktische Ausbildung im Betrieb wird ergänzt durch die Berufsschule, die das notwendige theoretische Wissen vermittelt. Abgerundet wird das Lehrangebot durch die über 450 Berufsbildungs- und Technologiezentren des Handwerks. Leistungsstarke Schüler haben im Handwerk die Möglichkeit, sich bereits während der Ausbildung weiterzubilden mit dem Effekt, unmittelbar nach der Gesellenprüfung erste Fortbildungsabschlüsse zu erhalten. Diese Option ermöglicht es, die Lehre noch interessanter zu gestalten.

Nach drei bis dreieinhalb Jahren steht die Gesellenprüfung an. Danach können sich die frischgebackenen Gesellen berufsbegleitend weiterqualifizieren, etwa zum Betriebsassistent/Betriebsassistentin im Handwerk oder zum Kaufmann/Kauffrau für Handwerkswirtschaft. Der Vorteil: Absolventen dieser Fortbildungsmaßnahmen erwerben bereits Teilqualifikationen der Meisterprüfung.

Gefragt sind auch gewerbeübergreifende Fortbildungsabschlüsse, wie zum Beispiel zum Energieberater. Ebenfalls hoch im Kurs steht die Qualifikation zum in der Denkmalpflege tätigen Restaurator. Spezielle Akademien des Handwerks vermitteln das auf diesem Gebiet notwendige Know-how.

Ausbildung zum Unternehmer

Wichtigste Fortbildungsmaßnahme ist die Meisterqualifikation. Sie vertieft und erweitert nicht nur die gewerblich-technischen Fähigkeiten in den einzelnen Gewerken, sondern vermittelt vor allem auch das notwendige betriebswirtschaftliche und pädagogische Wissen, um ein Unternehmen mit Erfolg zu führen und Lehrlinge auszubilden. Keine andere Qualifikation bereitet so umfassend auf die Selbständigkeit vor.Wer sich also für eine Ausbildung im Handwerk entscheidet, der legt bereits den Grundstein für eine mögliche spätere Selbstständigkeit.

So funktioniert der Einstieg in den Aufstieg

Was will ich? Was kann ich? Was bietet mir der Lehrstellenmarkt? Diese Fragen stehen am Anfang der Berufsfindung. Mit den Antworten sollte man sich Zeit lassen und sich zuvor gut informieren. Einen ersten Überblick über die Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk bietet eine Broschüre der Aktion Modernes Handwerk mit dem Titel »Zeig Dich. Handwerk sucht kreative Köpfe« (kostenlos über info(at)amh-online.de). Wichtige Informationen bietet auch www.teamhandwerk.de.

Weitere Informationen zum eventuellen Wunschberuf geben die Handwerkskammern vor Ort. (Adressen unter www.zdh.de). Deshalb zum Hörer greifen, den Ausbildungsberater der Kammer verlangen und mit seinen Fragen loslegen.

Sinnvoll ist auch ein frühzeitiges Praktikum in einem Handwerksbetrieb. Hier helfen die Kammern ebenfalls weiter und können Betriebe nennen, die diese Möglichkeit anbieten. Während des Praktikums lernt man den Berufsalltag hautnah kennen und kann testen, ob einem die Arbeit liegt.

Einstiegsqualifizierung – Türöffner der Berufsbildung

Seit 2004 gibt es auch die Möglichkeit, in den beliebtesten Ausbildungsberufen eine so genannte Einstiegsqualifizierung zu erwerben. Lehrstellenbewerber unter 25 Jahren, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, können mit der Einstiegsqualifizierung einen Ausbildungsberuf, einen Betrieb und das Berufsleben kennen lernen. Der Übergang in eine Ausbildung oder Beschäftigung ist jederzeit möglich. Dies gilt auch für »schulmüde Jugendliche«, die noch nicht die notwendige Ausbildungsreife vorweisen können. Eine Übersicht über die vielseitigen Qualifizierungsbausteine findet sich unter www.zdh.de.

Allen Schülerinnen und Schülern, die auf der Suche nach ihrem Traumberuf sind, wünsche ich viel Erfolg.

Otto Kentzler
Präsident Zentralverband des Deutschen Handwerks

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